Windkraftanlagen

Strom aus bewegter Luft

Um Strom zu gewinnen, wird die kinetische Energie des Windes von den Rotorblättern der Windkraftanlage in eine Drehbewegung umgewandelt, welche einen Generator antreibt. Ein Ertrag ist gegeben, wenn die Windgeschwindigkeit mindestens 3 Meter pro Sekunde beträgt – und je nach Modernität der Anlage kann eine Verdopplung der Windgeschwindigkeit das Achtfache an Leistung bedeuten.

Windenergie gehört zu den regenerativen Energien, da auch hier keine Emissionen anfallen, welche die Umwelt belasten könnten. Zwar haben Windkraftanlagen eine positive Kohlendioxidbilanz, aber Wechselwirkungen mit der Umwelt sind gegeben. Das Landschaftsbild wird verändert, eine Geräuschentwicklung ist gegeben, es gibt einen je nach Lage störenden Schattenwurf und sie stellen ein Hindernis für Vögel dar, welche in den Rotoren oft ihr Ende finden. Aber nichts desto Trotz stehen die meisten Bürger der Windenergie positiv gegenüber.

Die Auflagen für die Genehmigung von neuen Windkraftanlagen sind streng – eine gewisse Entfernung zu bebautem Gebiet muss gewährleistet sein, in manchen Gebieten (Naturschutzgebiete, Gebiete mit besonderer kultureller oder historischer Wertigkeit) darf gar nicht gebaut werden.

In vielen Regionen Deutschlands zum Beispiel haben sich sogenannte Bürgerwindparks etabliert. Um die Akzeptanz der Anlagen bei den ansässigen Bewohnern zu sichern, arbeiten die Initiatoren (meist die Grundstückseigentümer) mit den Anwohnern und den Gemeinden zusammen und beteiligen diese am Gewinn. So profitieren die durch den Windpark beeinträchtigten Bürger finanziell vom Windpark vor ihrer Tür.

Seit einigen Jahren wird zudem vermehrt auf sogenannte Offshore-Anlagen gesetzt, welche im großen Stil Strom vor den Küsten auf dem Meer produzieren und somit einige der genannten Probleme entkräften. Diese werden in der Regel von größeren Stromkonzernen betrieben, da die Investitionen sehr hoch liegen.

In der Schweiz ist Windenergie bisher kein großes Thema. Sie fristet eher ein Schattendasein. Aber in den Zeiten des regenerativen Wandels wird auch hier nach neuen Möglichkeiten gesucht, Elektrizität zu erzeugen. Die optimalen Standorte für Windparks in der Schweiz sind auf den Jurahöhen sowie in den Zentral- und Westalpen zu finden. In entlegenen und finanzschwachen Berggebieten ist die Bevölkerung Windparkprojekten gegenüber positiv gestimmt, erhofft man sich hier doch Arbeitsplätze und Energieeinnahmen.